Selbstbestimmtheit

Gespräch eines Mitarbeiters und eines Bewohners über dessen Lebensziele zur Bestimmung eines individuellen Hilfeplans.

Individuelle Hilfeplanung

Die bisherige Hilfe- oder Förderplanung für Menschen mit Behinderung setzte häufig bei den sogenannten Defiziten und angenommenen Schutzbedürfnissen an. Im professionellen Kreis wurde ein Plan erstellt, der helfen sollte, negativ beurteilte Verhaltensweisen abzubauen.

Gleichzeitig bestanden oft feste Vorstellungen über die Art, wie Menschen mit psychischer Behinderung wohnen und ihre Freizeit verbringen wollen oder müssen etc.

In den letzten Jahren veränderte sich die Sichtweise bezüglich der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Allgemeiner Grundtenor ist mittlerweile die Anerkennung dieser Menschen als Experten in eigener Sache, das heißt in ihrem eigenen Leben. Die angestrebte Wohn- und Lebensform kann dabei lediglich von dem Betroffenen selbst definiert werden.

Das gemeinsame Gespräch über die Lebensziele des Anderen und der Beitrag, den professionelle Helfer zur Lebensbewältigung leisten können, stehen im Mittelpunkt einer individuellen Hilfeplanung. Diese Planung geschieht im Dialog: Jeder hört die Position des Anderen. Der Klient ist als handlungsbestimmend anerkannt. Es ist dabei ein fachliches Anliegen, persönliche Interessen, Fähigkeiten und Ressourcen aufzuspüren und diese zur Lebensbewältigung und Selbstfindung nutzbar zu machen. Denn: Ein weitestgehend gesellschaftlich normales Leben soll auch für Menschen mit Behinderungen möglich sein.

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